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22.1.2018 - „Kunst“ - meisterhafte Gesellschaftskomödie

Achtung: verschobener Aufführungstermin Ein Stück weiße Leinwand und die Frage, ob das noch Kunst oder nur „Kunst“ (in Anführungszeichen) ist, bringt das Gefüge einer Männerfreundschaft gehörig ins Wanken. Yasmina Rezas ist zugleich eine federleichte wie hintergründige Komödie.

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Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein Ölgemälde eines berühmten französischen Künstlers, fast ganz in Weiß, für 200.000 Francs. Serge liebt dieses Bild. Es ist weiß, und wenn man die Augen zusammenkneift, kann man weiße Streifen erkennen, ein echter Antrios eben. Doch seine monochrome Anschaffung bringt überraschende Farben ins Beziehungsgefüge, das ihn mit seinen zwei langjährigen Freunden Marc und Yvan verbindet. Der aufbrausende Marc ist entsetzt über diesen seiner Meinung nach sinnlosen Kauf und zweifelt ernsthaft am Verstand seines Freundes. Yvan dagegen will sich nicht in die Nesseln setzen und spielt den konzilianten Vermittler. Schnell zeigt sich allerdings, dass das Gemälde nur der Stein des Anstoßes für Wutausbrüche, Handgreiflichkeiten und Weinkrämpfe ist. Es wird zum Katalysator eines turbulenten Konfliktstrudels, der die Beziehungsgewohnheiten der drei Männer in neuem Licht erscheinen lässt. Die Frage, was Kunst ist, gerät in den Hintergrund. Sie dient nur als Aufhänger für grundsätzliche Fragen nach männlichem und gesellschaftlichem Selbstverständnis und der Beschaffenheit der Welt bzw. des menschlichen Zusammenlebens an sich. Das Bild, das jeder der drei Freunde sich von den anderen gemacht hat, ist nun plötzlich in Frage gestellt.
Das hochkarätige Schauspiel-Dreigestirn Leonard Lansink, Heinrich Schafmeister und Luc Feit bringen diese raffinierte Komödie über eine aus den Fugen geratene Männerfreundschaft meisterhaft auf die Bühne. Yasmina Rezas „Kunst“ gehört weltweit zum Besten, was das zeitgenössische Theater zu bieten hat. Zu Recht bekam Reza für ihr Stück den Prix Molière verliehen, die höchste Auszeichnung, die ein Autor in Frankreich erhalten kann.
Von der Wirkung dieses längst zum modernen Klassiker gewordenen Kabinettstückchens der großen Dramatikerinnen- und Schauspielkunst kann sich das Publikum am Montag, 15. Januar 2018 um 20.00 Uhr in der Stadthalle Idstein überzeugen. Eine Produktion des EURO-STUDIO Landgraf.

Weitere Informationen bei der Stadt Idstein, Telefon Nr. 06126 / 78 622.
Restkarten gibt es im Freiverkauf bei „Optik-Studio Noé“, Schulze-Delitzsch-Straße 28, 65510 Idstein, Telefon 0 61 26 /
570 008

  • Datum: 22.1.2018
  • Uhrzeit Beginn: 20:00 Uhr
  • Ort: Idstein
  • Stadthalle
  • Veranstalter: Stadt Idstein

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